Ost, Adamaoua, Norden: Schutz und Perspektive für zentralafrikanische Flüchtlinge in Kamerun
Kamerun beherbergt über 412.000 Flüchtlinge, meist aus der Zentralafrikanischen Republik. Über 10.000 sind 2025 freiwillig zurückgekehrt. KAGEDEV fordert verlässliche Unterstützung für Aufnahme und Rückkehr, menschenwürdig in beide Richtungen.
Auf einen Blick
- Über 282.000 zentralafrikanische Flüchtlinge werden 2025/2026 weiterhin in Kamerun aufgenommen, vor allem in Ost, Adamaoua und Norden.
- Über 10.000 Menschen sind 2025 freiwillig nach Hause zurückgekehrt, diese Zahl braucht eine amtliche Bestätigung.
- Die UNHCR-Operation in Kamerun ist auf verlässliche internationale Finanzierung angewiesen, aktuell 134,4 Millionen US-Dollar Bedarf für 2025.
- Die Aufnahmeregionen selbst gehören zu den strukturell schwächeren Landesteilen und brauchen Unterstützung für Flüchtlinge und Einheimische gemeinsam.
- Freiwillige Rückkehr muss freiwillig bleiben und braucht Begleitung auf beiden Seiten der Grenze.
Zahlen im Überblick
- 412.521 Flüchtlinge insgesamt in Kamerun
- Quelle: 30.06.2026, UNHCR
- 282.640 zentralafrikanische Flüchtlinge weiterhin aufgenommen
- Quelle: 2025-2026, UNHCR
- 285.052 Personen in Ost/Adamaoua/Norden
- Quelle: UNHCR
- über 10.000 freiwillige Rückkehrer 2025 (Presse/UNHCR, zu bestätigen)
- 134,4 Millionen US-Dollar Finanzbedarf UNHCR Kamerun (2025)
Worum geht es?
Gesetz 2005/006 (27.07.2005) Flüchtlingsstatus, Dekret 2011/389, Genfer Konvention 1951, OAU-Konvention 1969, trilaterale Abkommen Kamerun-ZAR-UNHCR.
Wen betrifft es?
>282.640 zentralafrikanische Flüchtlinge (2025-2026), 285.052 in Ost/Adamaoua/Norden, 31.942 in Douala/Yaoundé (UNHCR). >10.000 Rückkehrer 2025.
Was zeigen die Daten?
412.521 Flüchtlinge gesamt in Kamerun (UNHCR, 30.06.2026) — dieser nationale Gesamtwert umfasst neben den zentralafrikanischen Flüchtlingen auch andere Herkunftsländer (u.a. Nigeria) und ist daher höher als die reine ZAR-Zahl von 282.640; die Differenz entspricht anderen Flüchtlingsgruppen, nicht einem Rechenfehler. Finanzbedarf UNHCR Kamerun 2025: 134,4 Mio USD (Mehrländeroperation, nicht ausschließlich ZAR). Rückkehrzahl >10.000 aus Presse/UNHCR-Mitteilungen, konsolidierter Bericht ausstehend.
Warum besteht Handlungsbedarf?
Über Jahre aufgenommene Menschen brauchen Gesundheitsversorgung, Bildung, Lebensunterhalt in strukturell schwächeren Aufnahmeregionen. Freiwillige Rückkehr muss wirklich freiwillig bleiben und Wiedereingliederung sichern.
Was muss sich ändern?
- UNHCR/kamerunische Behörden: konsolidierter öffentlicher Bericht zu Rückkehrern 2025 binnen 12 Monaten.
- Deutschland/EU: Beiträge zur UNHCR-Operation erhöhen (Gesundheit/Bildung Ost/Adamaoua/Norden).
- Zuständiges Ministerium + UNHCR/IOM: Ausbau wirtschaftlicher Einbindung binnen 12-24 Monaten.
- Kamerun/ZAR (mit UNHCR): gemeinsame Bewertung der Wiedereingliederung 2025 binnen 12 Monaten.
- MINREX: Freiwilligkeitsprinzip der Rückkehr uneingeschränkt wahren.
An wen richten sich unsere Forderungen?
MINAS, MINREX, Gouverneure Ost/Adamaoua/Norden, UNHCR, WFP, IOM, Bundesregierung, EU.
Was kann kurzfristig geschehen?
Konsolidierte Rückkehrzahlen-Bestätigung; zusätzliche Mittel für Gesundheit/Bildung; Ausbau wirtschaftlicher Einbindung.
Was ist langfristig nötig?
Stabile mehrjährige UNHCR-Finanzierung; Entwicklungsperspektive für Flüchtlinge und einheimische Bevölkerung gemeinsam; kontinuierliche Rückkehrbegleitung.
Wie messen wir Fortschritt?
- Gesamtzahl aufgenommener Flüchtlinge
- Finanzierungsanteil UNHCR-Operation
- bestätigte Rückkehrerzahl/Jahr
- Zugang Gesundheit/Bildung
- Teilnehmer wirtschaftlicher Einbindungsprogramme
Unsere Haltung
Keine Position zu den Ursachen der Lage in der ZAR. Anliegen ist Menschenwürde, nicht politische Bewertung.
Dialog und Zusammenarbeit
Noch keine direkte Konsultation dokumentiert. Ministeridentität MINAS Stand 09/2026 unsicher, daher keine Namensnennung.
